World of Speed Vorschau: Mit Hochgeschwindigkeit um die Welt – In weniger als 80 Tagen

Trübe Wetterlage in Britanniens Hauptstadt.

London, San Francisco, das verschneite Moskau oder die sonnige Côte d’Azur – der Trailer zu World of Speed macht schon im Vorfeld deutlich, dass ihr im Spiel weit rumkommt und einige der interessantesten Metropolen der Welt mit euren Rennschlitten erkundet. Ursprünglich hatte das britische Entwicklerstudio Slightly Mad Studios angekündigt, World of Speed im Jahr 2014 zu veröffentlichen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Bis dato ist nicht mal die geschlossene Testphase angelaufen. Nach Aussage der Entwickler resultiert die Verzögerung aus den hohen Ansprüchen, die sie selbst an das Projekt stellen. Das wiederum schraubt die Erwartung kräftig in die Höhe, immerhin verbirgt sich hinter Slightly Mad Studios kein unbekannter Spielentwickler, sondern erfahrene Leute, die unter anderem für Need for Speed: Shift und Test Drive: Ferrari Racing Legends verantwortlich zeichneten. Um die Wartezeit etwas zu überbrücken, haben wir das bislang verfügbare Material zu World of Speed einmal genauer unter die Lupe genommen. Vor allem die veröffentlichen Videos mit Ingame-Szenen versprechen ein spannendes Racing-Vergnügen, das allerdings mit etwas Zeitaufwand einhergehen dürfte.

Keine Einschnitte bei der Fahrzeugauswahl

Jedes Rennspiel steht und fällt mit der Fahrzeugauswahl. In dieser Hinsicht sieht World of Speed bereits jetzt vielversprechend aus. Slightly Mad Studios holte namhafter Auto-Hersteller aus aller Welt ins Boot und bietet euch eine enorme Auswahl an Fahrzeugen, die echten Modell nachempfunden sind. Im Downloadspiel findet ihr sportliche Luxus-Flitzer wie den BMW M3 E92 aber auch leistungsstarke Muscle-Cars wie den Ford Mustang GT – nur um zwei Beispiele zu nennen. Autotuner, die gerne an ihren Vehikeln herumschrauben, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Jedes einzelne Fahrzeug in World of Speed motzt ihr dank zahlreicher Autoteile ordentlich auf und verbessert sowohl die technischen Spezifikationen als auch das äußere Erscheinungsbild – ganz nach eurem Geschmack, versteht sich.

Romantische Sonnenuntergänge in Moskau.

Eurem Bleifuß frönt ihr auf Rennstrecken rund um die Welt. Die Entwickler erschaffen in World of Speed digitale Abbilder schillernder Metropolen. Egal ob die weitläufige Millionenstadt Moskau oder der kleine Stadtstaat Monaco – überall erwarten euch authentisch wirkende, detailreich gestaltete Kulissen. Zeit um den Kreml oder das Casino Monte Carlo zu besichtigen, bleibt natürlich trotzdem nicht. Schade eigentlich.

Wilde Straßenkämpfe im Team

Wie die Entwickler in einem Interview verraten haben, liegt der große Fokus des free-to-play Rennspiels auf sozialer Interaktion zwischen den Spielern. Team-Rennen sind ein elementarer Bestandteil von World of Speed. Als Rennfahrer habt ihr die Möglichkeit, euren eigenen Verein zu gründen. Damit einhergehend kümmert ihr euch unter anderem um die Einladung neuer Spieler und die Gestaltung des Vereins-Logos. Die Mitgliedschaft in einem Verein bringt einen entscheidenden Vorteil mit sich, denn sie gewährt euch Zutritt zu einem Spielmodus, der nur eben jenen Vereinigungen vorbehalten ist. Bei den sogenannten Territory Wars treten konkurrierende Clubs gegeneinander an und kämpfen um die Vorherrschaft auf der Straße. Gelingt es eurem Verein, einen Schauplatz für euch zu beanspruchen, tragen fortan – oder zumindest solange, wie ihr hier das Sagen habt – sämtliche Straßenschilder deutlich sichtbar Kennzeichen eures Clubs, beispielsweise Tags oder Sticker. Das ist ein auf den ersten Blick eher trivial wirkendes Feature, das jedoch das Spiel und die Langzeitmotivation ungemein beflügeln könnte. Es fördert gleichermaßen das Teamplay und das PvP-Gerangel auf den Rennstrecken von World of Speed und hat somit das Potenzial, positiv den Spielspaß zu beeinflussen. Die Tags eures Vereins sind nicht nur für euch und eure Gegenspieler sichtbar, sondern für alle Rennfahrer, die gerade in der Stadt weilen. Sobald euch eine bestimmte Rennstrecke gehört, wissen es alle Spieler auf allen Servern.

Eine Stadt einzunehmen bringt neben reichlich Prestige aber noch weiteren Vorteil mit sich. Denn sobald ihr das Sagen in einem Spielareal habt, erhaltet ihr und eure Teamkollegen Zugriff auf spezielle Garagen. Die nutzt ihr als Clubhaus und Werkstatt zugleich und profitiert nebenbei von individuellen Vorteilen, die wahrscheinlich von Stadt zu Stadt variieren. Während der Rennen räumt ihr Punkte unter anderem durch bestimmte Aktionen ab. Beispielsweise indem ihr gegnerische Rennfahrer abdrängt oder das besonders waghalsige Überholmanöver vollführt. Kleinere Gruppen-Aufgaben sollen darüber hinaus den Teamgeist fördern und stärken.

Hochgeschwindigkeits-Kurzbesuch in San Franciscos Chinatown.

Erster Eindruck

In den Videos präsentiert sich das Geschehen von World of Speed natürlich makellos und ohne störende Ruckler. Daraus kann man nicht ableiten, ob die Rennen am Ende tatsächlich wie geschmiert funktionieren, aber immerhin können wir uns einen Eindruck verschaffen. Nicht nur die Autos machen was her, auch die Kulissen der Großstädte sehen ziemlich schick aus. Was wir bislang vom Spiel gesehen haben, lässt uns auf abwechslungsreiche Racing-Action hoffen, wobei ein wesentlicher Punkt noch zu klären sein wird: Wie gut balanciert ist das Free-to-Play-Modell? Kaum ein Genre ist so kompetitiv wie Rennspiele – Pay-to-Win-Ansätze könnten dem Spaß daher schnell einen argen Dämpfer verpassen. Wenn ihr neugierig geworden seid und als einer der ersten Spieler einen Blick auf World of Speed werfen wollt, dann meldet euch für die bevorstehenden Beta-Tests an! Auf der offiziellen Webseite von World of Speed könnt ihr euch vorab registrieren.

Nicht verpassen!