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War Thunder Test: Auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkrieges

25.07.2014 um 13:52 Uhr in TestDownload SpieleAction

War Thunder, ein Actionspiel mit Weltkriegs-Setting, steckt derzeit noch in der Beta.

Im Free-2-Play-Titel War Thunder stürzen wir uns zu Land und in der Luft in die brachialen Gefechte des Zweiten Weltkrieges. Aber brauchen wir wirklich noch ein weiteres Spiel aus diesem Genre? Dieser Frage wollen wir nachgehen und schnuppern daher in die Open Beta von War Thunder rein. Dabei versuchen wir uns als Kampfpilot und Panzerkommandant in authentischen Fahr- und Flugzeugen. Wirklich gewachsen fühlen wir uns der Herausforderung nicht, sehen wir vor unserem geistigen Auge doch allerlei zu beachtende Schalthebel im Cockpit oder Verschluss-Mechanismen im Panzer. Zu unserer großen Freude ist War Thunder allerdings enorm einsteigerfreundlich und auch die Steuerung ist in keiner Weise kompliziert. Und anstatt jämmerlich unterzugehen, wie wir es von unserem ersten Luftgefecht erwartet hätten, pusten wir tatsächlich ein paar Gegner erfolgreich vom Himmel und werden selbst nur selten von Kugeln durchsiebt.

"Mayday, Mayday – Wir wurden getroffen!"

War Thunder

War Thunder

Wir würden gerne von uns behaupten, den Himmel alleine von feindlichen Fliegern befreit zu haben. Die Anerkennung gebührt allerdings nicht einzelnen Spielern – wobei herausragende Leistungen einzelner das Zünglein an der Waage sein können –, sondern vielmehr dem ganzen Team. Nur wenn die Spieler als Gruppe zusammenarbeiten, sich gegenseitig aushelfen, in Formation bleiben und dem gegnerischen Team Fallen stellen, ist ein Sieg mehr oder weniger gewiss. Die "Rambo-mit-Flügeln"-Methode funktioniert in War Thunder nur sehr bedingt.

Unser erstes, wirklich prägendes Erlebnis haben wir dann schon wenige Runden später. Die Mission besteht darin, mit unserer Schwadron eine Panzerkolonne auszuschalten. Also ist nicht nur Geschick im Luftkampf gefragt, sondern auch präzise Bombenabwürfe. Unsere Staffel hält anfangs eng zusammen, doch kaum dass die gegnerischen Flieger in Sichtweite sind, bricht ein Spieler aus der Formation aus und geht zum Angriff über. Wir alle wissen, dass der arme Kamerad keine Chance haben wird, wenn das gegnerische Team den Einzelgänger bemerkt. Ein paar engagierte Spieler versuchen noch, den Ausbrecher über Chat zur Umkehr zu bewegen, doch es hilft nichts. Wir müssen hinterher! Und so wird aus einer geordneten Formation mit idealem Anflugsvektor ein chaotischer, ungeordneter Haufen. Schon passieren die ersten Beinahe-Kollisionen, obwohl das eigentliche Gefecht noch gar nicht entbrannt ist.

In der Luft ist vor allem eines wichtig: eine gute Abstimmung mit den Kollegen!

Doch auch die feindliche Schwadron scheint Probleme zu haben. Einzelne Flieger fallen aus der Formation, gehen auf Abfangkurs. Und so entsteht plötzlich wieder Chancengleichheit, denn offenbar sind einige Gegenspieler auf den ungeplanten Köder reingefallen. Doch für Kommunikation und langes Nachdenken ist keine Zeit mehr. Der Gegner ist in Reichweite und erste Maschinengewehrsalven rattern durch die Luft. Aber erst im Nahkampf erzielen die Kugeln ihre verheerende Wirkung. Jetzt ist die Luftschlacht in vollem Gange. Getroffene Flieger ziehen schwarze Rauchschleier hinter sich her, abgestürzte Maschinen explodieren in furiosen Feuerbällen und irgendwo mitten drin sind wir. Grün hinter den Ohren wie wir sind, fokussieren wir uns natürlich primär auf den Luftkampf, dabei besteht das eigentliche Ziel darin, die Fahrzeuge am Boden auszuschalten, um die Runde zu gewinnen. Nachdem wir mehrfach vom Himmel geholt wurden, sitzen wir in unserem letzten Flieger – in War Thunder steht uns pro Runde eine fixe Anzahl von Ersatzflugzeugen zur Verfügung – und besinnen uns auf das eigentliche Ziel. Also Ansicht auf Bombenabwurf ändern, Geschwindigkeit und Richtung anpassen und Daumen drücken, dass wir nicht vom Himmel gepustet werden. Doch natürlich kommt es, wie es kommen musste. Ein feindlicher Flieger nimmt die Verfolgung auf, schießt uns erst den halben Flügel weg und gibt uns kurz darauf den Gnadenstoß. Runde aus, leider verloren. Doch sind wir frustriert, gelangweilt, enttäuscht? Keineswegs!

Spiel-Modi bringen Abwechslung in die Gefechte

Mit 16 Spielern je Team haben die Entwickler von War Thunder eine gute Balance zwischen Übersichtlichkeit und Anspruch gefunden und auch die Spiel-Modi sind überwiegend ausgewogen und abwechslungsreich gestaltet. Positiv aufgefallen, weil keinesfalls üblich, ist uns auch der Aufbau der Spiel-Modi und Siegbedingungen. In Bomber-Missionen beispielsweise ist jede Menge Teamwork gefragt, muss die Bomber-Staffel doch durch den Begleitschutz abgesichert werden. Zudem sind Luft- und Bodenkämpfe nicht isoliert, auch Schlachten mit Spielern in Panzern und Flugzeugen bietet War Thunder.

Am Boden geht alles etwas gemächlicher vonstatten.

Im Arcade-Modus haben wir jede Menge Spaß, brauchen wir uns doch nicht um begrenzte Munition oder limitierte Respawns Gedanken machen. Gerade neue Spieler können in diesem Modus ihre Fähigkeiten erst einmal trainieren, bevor es an härtere Missionen geht. Für ganz Hartgesottene bietet War Thunder auch einen äußerst realistischen Spiel-Modus, dessen erhöhte Schwierigkeit sich primär aus der begrenzten Munition und keinen Respawns zusammensetzt.
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