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Farmerama Test: Komplexe Bauernhof-Simulation für gesellige Landwirte

16.06.2014 um 18:00 Uhr in TestSimulationNachbarn

Tiere mit großen Augen erwarten uns in Farmerama.

Es gibt eine Vielzahl von kostenlosen Bauernhof-Spielen in den Weiten des Internets, aber Farmerama ist dennoch eine Ausnahmeerscheinung. Zirka 50 Millionen Spieler haben sich seit dem offiziellen Startschuss im Jahr 2009 angemeldet – eine Hausnummer. Was also zeichnet Farmerama im Vergleich zu anderen Genre-Vertretern aus? Das wollen wir herausfinden! In unserem Test verraten wir euch, mit welchen Features die Farm-Simulation des Hamburger Spiele-Publishers und -Entwicklers Bigpoint punktet und wo Schwachstellen liegen.
Farmerama

Farmerama

Aller Anfang ist leicht – zumindest, wenn’s um Bauernhofspiele geht. Der gestaltet sich nämlich in aller Regel sehr ähnlich. Auch in Farmerama beginnen wir unsere aussichtsreiche Karriere als Online-Landwirt mit ein paar mickrigen Feldern, auf denen wir zunächst einige wenig spektakuläre Gewächse anpflanzen: Karotten, Weizen und Kohl. Einfach Feld anklicken, Saat auswählen, gießen, warten. Nach einiger Zeit – die Reifedauer variiert je nach Pflanze – können wir per Klick die Ernte einfahren. Das erklärt uns zunächst auch eine redselige Eule, die uns pflichtbewusst durchs Tutorial führt. Viel falsch machen können wir eigentlich nicht, denn die Arbeitsprozesse wiederholen sich stets. Es ist wichtig, sich nach der Ernte nicht auf die faule Haut zu legen, sondern gleich die nächste Saat auszustreuen, denn nur so stocken wir sowohl unsere Vorratskammer als auch unser Konto auf. Erfahrungspunkte gewinnen wir unter anderem, indem wir ernten, Aufgaben erledigen und Tiere züchten. Und wenn wir eine bestimmte Menge an EP erreicht haben, steigen wir im Level auf. Das dauert in Farmerama auffällig lange – aber womöglich kommt uns das auch nur so vor, weil wir inzwischen die schnellen Spielfortschritte in Mobilegames gewöhnt sind. In Bigpoints Farmsimulation ist jedenfalls mehr Geduld gefragt. Motivation dafür gibt es jede Menge, denn mit jeder Stufe schalten wir neue Bereiche im bunten Farmerama-Land frei und zudem neue Sachen im Shop. Hier können wir übrigens grundsätzlich mit zwei Währungen bezahlen – je nach Ware. Die reguläre Spielwährung sind die Moospenny, die wir unter anderem brauchen, um uns neue Ställe und Dekorationsobjekte anzuschaffen. Tulpgulden hingegen verdienen wir nicht so ohne weiteres beim normalen Spielen. Die Premiumwährung gibt’s gegen echtes Geld oder manchmal auch in geringen Mengen bei Events und als Boni im Spiel, zum Beispiel am Farmwheel.

Am Farmwheel drehen und gewinnen - ein kleines "Spiel im Spiel".

Viele Gebiete wollen erst einmal freigeschaltet werden

Über die Landschaftskarte von Farmerama bekommen wir einen Überblick über alle verfügbaren Bereiche und solche, die wir erst noch freischalten müssen, indem wir im Level aufsteigen. Wir nutzen die Gelegenheit, während unser angepflanztes Gemüse wächst, um uns einmal umzusehen. In der Stadt finden wir zum Beispiel die Post, wo wir mit anderen Spielern kommunizieren können. Auch gibt es hier einen Markt, auf dem wir unsere Waren feilbieten oder benötigte Güter kaufen können. Generell ist die Interaktion mit anderen Landwirten von großer Wichtigkeiten im Browserspiel. Das merken wir spätestens, wenn wir uns das erste Mal auf die Wilde Wiese begeben. Das ist so eine Art Zweitfarm, die uns zusätzlichen Platz bietet. Bevor wir die Fläche aber nutzen können, müssen wir Nachbaren um Hilfe bitten, denn hier liegt überall Schutt und Geröll herum, das wir alleine nicht beseitigen können.

Die Wilde Wiese müssen wir mit Hilfe von Nachbarn vom Geröll befreien.

Wir haben auch die Option, Helfer einzustellen oder Freunde zu mieten, aber das kostet. Die unbedingte Abhängigkeit von der Zusammenarbeit mit anderen gehört sicherlich zu den Faktoren, die Farmerama innerhalb kurzer Zeit einen massiven Nutzerwachstum beschert haben. Und die dafür sorgen, dass wir es als einsame Wölfe auf Dauer sehr schwer haben werden. Wir können uns nämlich nicht nur bei den Aufräumarbeiten unterstützen, sondern auch Geschenke verschicken. Das ist eine lohnenswerte Nebenbeschäftigung, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass uns die beschenkten Freunde im Gegenzug auch etwas zukommen lassen.

Artenvielfalt und lustige Events auf dem Bauernhof

Tiere gibt’s natürlich auch in Farmerama – jede Menge davon sogar. Allerdings dauert es ziemlich lange, bis wir ein einigermaßen vorzeigbares Portfolio an tierischen Schützlingen beisammen haben. Wir beginnen ganz klein mit ein paar Hühnern. Später aber kommen auch ausgefallene und exotische Arten dazu. Die fühlen sich mitunter freilich nicht wohl im gemäßigten Klima unserer Hauptfarm und deshalb gibt es einen wahrlich paradiesischen Außenposten zu entdecken: Bahamarama! Die Südsee-Insel ist gar nicht weit vom Festland entfernt und steht fortgeschrittenen Spieler via Bootsanreise offen. Hier sammeln wir die Bahamarama-Währung Bananen und züchten eine Vielzahl an außergewöhnlichen Tieren. Auch die Pflanzenwelt ist ans tropische Klima angepasst.

Mit dem Boot gelangen wir zu Bahamarama.

Für Abwechslung sorgen zudem regelmäßige Events. Bekanntestes Beispiel ist vermutlich die allmonatliche Grusel-Nacht, ein 24-stündiges Event, das einst aus einem Halloween-Fest hervorgegangen war und inzwischen zur beliebten Tradition geworden ist. Während der Vollmond-Nacht geht das Licht über unserer Farm aus und wir bauen höchst merkwürdige Gewächse an, wobei wir die Erträge anschließend in Jack’s Shop gegen ebenso merkwürdige Deko-Objekte eintauschen. Damit verwandeln wir unseren ansonsten so beschaulichen Bauernhof in ein wahres Gruselkabinett.
Browsergames, Nachbarn, Bigpoint
Farmerama BilderFarmerama Bilder
Typ:
Browsergames
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