Top

Anno Online Test: Ein würdiger Vertreter der Anno-Reihe, trotz kleiner Macken

25.12.2013 um 10:35 Uhr in TestStrategieUbisoft

Anno Online

Anno Online

Eine große Überraschung war es ja nicht, als Ubisoft Blue Byte im Sommer vergangenen Jahres Anno Online ankündigte. Immerhin schlug der Browserspiel-Ableger zur Siedler-Reihe, Die Siedler Online, zuvor schon ein wie eine Bombe. Heute wollen wir einmal einen kritischen Blick auf die free-to-play Online-Version der beliebten Anno-Spieleserie werfen. Gelingt es Anno Online, seinen PC-Vorfahren alle Ehre zu machen oder ist die Enttäuschung bei Kennern der Reihe groß? Worin bestehen Gemeinsamkeiten, was sind die Unterschiede? Wir verraten es euch und fangen gleich einmal mit der Besiedlung unserer ersten Insel an.

Gleich zu Beginn wird deutlich, dass sich das Browsergame Anno Online doch in vielerlei Hinsicht von den PC-Spielen unterscheidet. Dadurch, dass sich tausende Spieler eine Welt teilen und das Spiel auf dem Free-to-Play-Bezahlmodell basiert, sind für die Entwickler natürlich ganze andere Balancing-Aspekte zu berücksichtigen. So können wir am Anfang weder Schwierigkeitsgrad noch NPC-Stärke noch Naturkatastrophen-Wahrscheinlichkeit noch Ressourcen-Erstattung bei Abriss-Maßnahmen festlegen. Die Voraussetzungen sind für alle gleich. Wir landen auf unserer kleinen Insel, von der im Moment noch nicht allzu viel zu sehen ist. Wolken bedecken weite Flächen, die wir im weiteren Spielverlauf erst einmal erkunden (sprich: freischalten) müssen.
Die Steuerung im Browsergame funktioniert nach bekanntem Muster: Mit der linken Maustaste klicken wir Sachen an und wählen sie so aus. Mit der rechten Maustaste können wir die Karte verschieben und das Mausrad dient zum Rein- und Rauszoomen. Alles wunderbar, bis auf eine Sache: Wir haben in Anno Online anders als bei den PC-Spielen nicht die Möglichkeit, die Perspektive zu wechseln, also uns die Insel von allen möglichen Seiten anzugucken. Das ist nervig, weil wir teilweise wirklich schlecht erkennen können, was hinter den Gebäuden ist. Haben wir den Weg weit genug gezogen oder fehlt noch ein Stück? Schwer zu sagen, mitunter.

Effiziente Gebäudeanordnung und gute Infrastruktur sind das A und O

Also gut, frisch ans Werk. Der Aufbau beginnt ähnlich wie wir das von anderen Anno-Titeln kennen. Wir verfügen über ein Kontor, worin ein paar Rohstoffe lagern, mit denen wir unsere ersten Gebäude errichten. Übers Bau-Menü gelangen wir zu einer Übersicht über diejenigen Bauten, die uns bereits zur Verfügung stehen. Groß ist die Auswahl zunächst nicht. Wir bauen einen Marktplatz und drum herum ein paar Bauernhäuser. Wohnhäuser, das wissen wir als eingefleischte Anno-Fans, sind besonders wichtig für die Kasse, denn jedes wirft regelmäßig Münzen ab. Produktionsgebäude hingegen kosten Unterhalt. Das Ziel sollte es sein, die Bilanz immer im grünen Bereich zu halten.

Nach und nach bauen wir unsere kleine Siedlung immer weiter aus. Je mehr Wohnhäuser wir haben, desto mehr Geld nehmen wir ein!

Übrigens, ganz wichtig und bekannt aus früheren Vertretern der Anno-Reihe: Straßenverbindungen sind das A und O! Produktionsgebäude müssen mit Markthallen verbunden sein, damit die Karren die Waren abholen können. Wohnhäuser brauchen eine direkte Anbindung an den Marktplatz und andere öffentliche Gebäude. Welche genau benötigt werden, hängt auch in Anno Online von der Zusammensetzung unserer Bevölkerung ab.

Wirklich viel falsch machen können wir am Anfang eigentlich nicht. Damit auch Nicht-Anno-kundige leicht ins Spiel finden, wird unser Weg begleitet von allerhand Quests. Baue dieses, errichte jenes, sammle dies und das. Im Grunde bestehen die gestellten Aufgaben in Tätigkeiten, die wir ohnehin erledigen müssten, aber nun bekommen wir außerdem Belohnungen dafür. Die nehmen wir doch gerne mit.

Das Auftragsbuch ist immer prall gefüllt mit Quests.

Browsergames, Ubisoft, Blue Byte
Anno Online BilderAnno Online Bilder
Typ:
Browsergames
Empfehlung
12
Jahre
alle anzeigenTop Online Spiele